Pulled Chicken Burger

So Ihr Lieben, jetzt gehts aber los… gleich drei tolle Rezept bekommt Ihr heute von mir. Und in Kombination mit den Hamburger-Brötchen von letzter Woche habt Ihr hier alles zusammen, was Ihr für ein perfektes Essen braucht. Etwas ausgefallen, dabei aber sehr einfach in der Zubereitung, gut vorzubereiten und wirklich unglaublich lecker!!!

Das Pulled Chicken habe ich schon vor über einem Jahr bei Sarah vom Knusperstübchen entdeckt und es inzwischen so oft gekocht – ich weiß es schon gar nicht mehr wie oft das tatsächlich war… Das Rezept habe ich etwas abgewandelt, den Cider zum Beispiel durch Apfelsaft und Weißwein ausgetauscht, da der Rest in der Flasche im Kühlschrank immer sein tristes Dasein fristete, bis sich jemand dazu erbarmte, ihn wegzukippen. Wirklich schade – bei uns mag das aber so pur niemand trinken… deshalb nun hier in unserer Version. Dazu gibt es frische Kräuterbutter und einen ziemlich klassischen Coleslaw. Von der Menge her sollten locker 6 Erwachsene satt werden, bei uns waren es 4 Erwachsene und 4 Kinder und es blieb sogar noch ein Rest übrig (der aufgewärmt mindestens so gut schmeckt wie frisch).

Zutaten (ca. 6 Portionen):


Für das Pulled Chicken:

  • 800 g Hähnchenbrustfilet
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 rote Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • jeweils 200 ml trockener Weißwein und Apfelsaft
  • 1 Dose passierte Tomaten
  • 2 EL flüssiger Honig
  • 1/2 TL Cayenne-Pfeffer
  • 2 EL Paprika edelsüß
  • jeweils 1 EL Tomatenmark, Oregano und schwarzer Pfeffer
  • jeweils 1 TL Salz, Thymian, Rosmarin und Curry
  • 1 Prise Zimt
  • Baguette-, Ciabatta- oder Hamburger-Brötchen, Menge nach eigener Einschätzung…

Für das Pulled Chicken die Zwiebeln in feine Halbringe schneiden, Knoblauch durchdrücken. Die passierten Tomaten in eine Schüssel füllen, mit Honig, Tomatenmark und allen trockenen Gewürzen vermischen. Das Öl in einem ofenfesten Bräter erhitzen. Hähnchenfleisch darin in zwei Portionen ringsum scharf anbraten, herausnehmen. Zwiebeln und Knoblauch in den Bräter geben, anbraten und mit dem Weißwein ablöschen, kurz einköcheln lassen.

Dann den Apfelsaft und die Brühe zugeben, aufkochen und bei niedriger Hitze etwas einkochen lassen (ca. 3-4 Minuten). Das Hähnchenfleisch nebeneinander wieder hineinlegen und die Tomaten-Gewürz-Mischung darüber geben (direkt auf das Fleisch, so dass es bedeckt ist). Den Deckel darauf legen und im heißen Ofen bei 190°C Ober-/Unterhitze für ca. 80 Minuten garen. Nun nehmt Ihr ein Fleischstück heraus und legt es auf einen Teller. Wenn es sich mit zwei Gabeln leicht in Stücke zupfen lässt und quasi zerfällt, ist es fertig und Ihr könnt mit allen Fleischstücken so verfahren.  Ansonsten nochmal für 10 Minuten in den Ofen geben, aber bei mir war das noch nie der Fall. Den Sud auf dem Herd aufkochen und 2 Minuten einkochen lassen. Nun das zerrupfte Fleisch reingeben und ziehen lassen.


Für den Krautsalat:

  • 1/2 kleiner Spitzkohl oder Weißkohl
  • 2 Karotten
  • 1/2 Stange Lauch
  • 1 Knoblauchzehe
  • jeweils 2 EL Schmand, Majo, Olivenöl und Naturjoghurt
  • 1 gestr. EL Senf
  • jeweils 1 TL Honig, heller Balsamico und schwarzer Pfeffer
  • etwas Salz

Den Kohl vom Strunk befreien und in feine Streifen schneiden oder hobeln und dann waschen. In einer Schüssel mit dem Salz bestreuen und mit den Händen durchkneten bis der Kohl weich ist. Die Karotten schälen und raspeln, den Lauch waschen, putzen und in feine Streifen schneiden. Knoblauch durchdrücken. Alle Zutaten für den Salat in eine Schüssel geben und gut mischen, nach Belieben noch nachwürzen oder mit etwas Paprikapulver oder Chili verfeinern. Durchziehen lassen.


Für die Kräuterbutter:

  • 100 g sehr weiche Butter
  • 2 EL Olivenöl
  • einige Umdrehungen aus der Salz- und Pfeffermühle
  • 1 Knoblauchzehe
  • jeweils 1/2 Bund Petersilie und Schnittlauch
  • 2-3 Stängel Dill (nach Belieben)

Die Kräuter waschen, trocken schleudern und fein hacken, Knoblauch durchdrücken. Alle Zutaten zu einer homogenen Masse verrühren. Das geht sehr gut im Blitzhacker (dann wird sie so schön durchgefärbt wie auf dem Foto) oder auch mit den Schneebesen des Handrührgeräts. In eine kleine Schüssel geben und wieder kalt stellen. Kurz vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank holen, damit sie nicht zu fest ist.


Tipps:

  • Für fleischliebende, gut-essende Männer könnt Ihr ruhig 3-4 Brötchen/Ciabatta oder was auch immer rechnen, für meine drei größeren Kids muss ich auch schon mindestens 2 einplanen.
  • Bei uns baut sich jeder seinen Burger am Tisch selbst zusammen: unten Kräuterbutter, dann das Fleisch, zuletzt den Krautsalat.
  • Wenn wir z. B. sonntags nach dem Gottesdienst Besuch bekommen, bereite ich das komplette Essen samstags vor. Das Hühnchen zerrupfe ich und gebe es in die Soße, lasse sie aber davor nicht nochmal einköcheln, sondern dann erst sonntags direkt vor dem Essen wenn ich es eh heiß mache. Kräuterbutter und Krautsalat mache ich auch fertig und wir greifen dann auf Aufback-Ciabatta-Brötchen zurück, das geht super-schnell und schmeckt wirklich gut.


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6 comments

  1. Sarah says:

    Super!!! Ich schaue schon länger nach einem pulled CHICKEN Rezept statt pulled PORK. Ich bin mal gespannt auf s Nachkochen 🙂
    Danke für deine immer mit viel Liebe zum Detail gestalteten Rezepte! Bin ein großer Fan von dir 🙂
    Glg Sarah

    • Miriam says:

      Ohhhh Sarah, vielen Dank für Deine lieben Worte, das freut mich sehr!!! 🙂 Super wenn Du es ausprobierst, ich kann Dir versichern dass es sich lohnt ;-). LG, Miri

  2. Sandra says:

    Mhhhh, das war lecker! Abends vor dem Frauenabend noch schnell vorbereitet. Backofen programmiert und reingestellt (Männe war ja zuhause ;o) ) Nachts aus dem ausgeschalteten Ofen rausgeholt, gezupft und in den Kühler verfrachtet. Am nächsten Tag (wie vorgeschlagen ;o) ) nach der Kirche im Backofen heiß werden lassen, Krautsalat geraspelt und (mit gekauften K….weck) schmecken lassen. Kids haben sich leider nicht dran gewagt, deshalb hat es uns noch 2 Tage danach geschmeckt. Da ich nach zwei gekauften Weckle mega satt und voll war werden definitiv die Burger Weckla im Miniformat für das nächste mal nachgebacken. Denn das Gericht werde ich auf jeden Fall noch mal zaubern.
    Grüßle aus Mundelsheim
    Sandra

    • Miriam says:

      Wie cool liebe Sandra, das freut mich ja total!!!! Ich mach es auch bald wieder :-D. Ja klar, mit den gekauften Weckle stopft es viel mehr als mit den Hamburgerbrötchen. Vielleicht trauen sich Deine Kids beim nächsten Mal ran ;-). Hahaha witzig, dass es das bei Euch auch nach dem Gottesdienst gab :-). Danke für Deine Rückmeldung! LG, Miri

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