Nutella-Cheesecake

Das neue Rezept habt Ihr meinem Schwager (und Netzwerkbeauftragten…) Robert zu verdanken. Er hat mir einen Link geschickt und gesagt, dass er sich diesen Kuchen mal von mir wünscht. Da ich seine ganze Zeit und Arbeit, die er in den Blog investiert, niemals bezahlen könnte, ist sein Wunsch mir natürlich Befehl und ich habe ihm zu seinem Geburtstag den Cheesecake gebacken. Die vier Schichten machen doch auch echt was her, oder nicht?


Zuerst war ich allerdings skeptisch – erstens ist es ein amerikanisches Rezept und ich war mir nicht sicher bezüglich mancher Zutaten. Zweitens befürchtete ich, dass der Kuchen einfach nur viel zu süß schmecken wird und die Zutatenliste lies mich kurz erschaudern (sämtliche super-food-super-healthy-Vorsätze einfach ignorieren)… Aber besondere Anlässe erfordern manchmal eben besondere Maßnahmen. Und ich muss wirklich sagen, dass ich eines Besseren behlehrt wurde – der Cheesecake war wirklich gut umzusetzen und hat sehr lecker geschmeckt (Roberts Kommentar: ‘Das ist der beste Kuchen den ich jemals gegessen habe’). Jetzt aber genug geschwätzt, hier kommt das Rezept.

Zutaten (für 1 Springform mit 26 cm Durchmesser):


Für den Boden:

  • 30 Stück Oreo-Kekse
  • 80 g Butter

Für die Cheesecake-Füllung:

  • 1 kg Doppelrahmfrischkäse, Raumtemperatur
  • 175 g + 2 Esslöffel Konditorsahne (mind. 32% Fettgehalt)
  • 190 g Nutella
  • 180 g Zucker
  • 1 Esslöffel Speisestärke
  • nach Belieben 1 TL Vanilleextrakt
  • 4 Eier, Raumtemperatur

Für das Nutella-Topping:

  • 190 g Nutella
  • 80 g Konditorsahne (mind. 32% Fettgehalt)

Für den Boden die Oreo-Kekse auseinanderdrehen und die weiße Füllung abkratzen (das haben bei mir die Kinder mit Begeisterung erledigt 😉 ). Die Kekshälften im Blitzhacker fein hacken oder in einem verschlossenen Gefrierbeutel mit dem Wellholz zerschreddern. Die Butter schmelzen, gut mit den Keksbröseln vermischen und als Boden in die mit Backpapier belegte Springform drücken. Mit dem Boden eines Trinkglases lässt sich der Boden schön gleichmäßig und fest andrücken. Im vorgeheizten Ofen bei 180°C Ober-/Unterhitze 13 Minuten vorbacken. Herausnehmen und komplett abkühlen lassen.


In der Zwischenzeit die Ofentemperatur auf 150°C reduzieren. Zucker mit Stärke in einer Schüssel vermischen. Den zimmerwarmen Frischkäse mit den 175 g Konditorsahne in der Küchenmaschine cremig aufschlagen. Nun nach und nach die Zucker-Stärke-Mischung und nach Belieben den Vanilleextrakt zugeben. Jedes Ei einzeln unterrühren, bis es komplett eingearbeitet ist, erst dann das Nächste zugeben. 1/3 der Masse in eine extra Schüssel füllen und mit dem Nutella und den 2 restlichen Esslöffeln der Konditorsahne verrühren. Die 2/3 weiße Creme auf den vorgebackenen Boden geben und glatt streichen. Nutella-Creme vorsichtig löffelweise auf die helle Creme geben und oben mit einer Winkelpalette oder einem Silikonschaber glatt streichen. Dabei nicht zu sehr drücken, dass die Schichten-Optik erhalten bleibt. Insgesamt 50 Minuten bei 150°C backen. Nach 40 Minuten Backzeit den Ofen kurz öffnen und mit einem scharfen Messer zwischen Cheesecake-Masse und Springformrand einmal rundherum fahren, um Risse zu verhindern. Nach der Backzeit den Ofen ausschalten und den Kuchen eine weitere Stunde im geschlossenen Ofen ruhen lassen. Danach den Kuchen herausnehmen und bei Raumtemperatur abkühlen lassen. Für das Topping die Sahne in einem Topf kurz aufkochen lassen, mit dem Nutella glatt rühren und gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen. Abgedeckt über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Tipps:

  • Das Innere der Oreo-Kekse wird hier nicht mehr gebraucht. Schmeckt aber lecker mit Erdbeeren und Sahne als Dessert oder einfach so aufs Brot. In anderen Rezepte wurde die Masse geschmolzen und in die dunkle Cheesecake-Masse gegeben, das habe ich allerdings nicht ausprobiert und kann Euch nicht sagen, ob es funktioniert.
  • Eier und Frischkäse am Besten schon am Vorabend aus dem Kühlschrank nehmen!
  • Im Original-Rezept wird ‘heavy cream’ verwendet. Nach kurzer Recherche habe ich herausgefunden, dass es in Amerika zweierlei Arten von Schlagsahne gibt. Einmal die normale (whipping cream) und einmal eine fettreichere ‘heavy’ Sahne mit 36-40% Fett, dafür gibt es aber hier kein entsprechendes Pendant. Gut sortierte Supermärkte haben manchmal Sahne mit 34% Fett, ich habe keine gefunden sondern die mit 32% benutzt. Von Weihenstephan habe ich in der Werbung nun aber eine Konditorsahne mit Mascarpone gesehen, die könnte der heavy cream sehr nahe kommen.
  • Es hört sich wirklich komplizierter an als es ist, von demher gebt dem Rezept einfach ne Chance :-).


Quelle: Home Cooking Adventure


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4 comments

    • Miriam says:

      Hahaha gell… ;-). Bei meiner Freundin hängt ein Schild: ‘Kuchenstücke unter 300 g sind Kekse’ – das ist meine Devise :-D. LG Miri

  1. Yvi says:

    Meeeeeeeeeeeega lecker,ich bin total begeistert meine Mama meinte eher sehr Schokoladenlastig ich fand ihn super und hab mich vorerst mal sattgegessen er ist sehr mächtig, hab übrigens 30% Sahen genommen hat alles super funktioniert und so schön sahnig im Mund zerschmelzend:-D

    Kann ich für jeden der Schokolade mag heiss weiterempfehlen.

    LG Yvi

    • Miriam says:

      Heeeeey Yvi, das freut mich wirklich total 🙂 🙂 :-)… super dass Du ihn probiert hast und auch gut zu wissen, dass es mit 30%iger Sahne funktioniert! Danke für die Rückmeldung! LG, Miri

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