Himbeer-Cheesecake

In den letzten Jahren habe ich so viele verschiedene Käsekuchen- und Cheesecake-Rezepte ausprobiert und alle waren auf ihre Weise lecker – süß, cremig, fruchtig, fluffig – ich weiß gar nicht wo ich aufhören soll. Aber dieser eine hier, der ist und bleibt unter all den Varianten einfach mein absoluter Liebling. Anstelle mit Quark wie beim ‘normalen’ schwäbischen Käsekuchen, wird der Cheesecake mit Frischkäse gemacht. Zuerst war ich etwas skeptisch bei der Menge an Frischkäse und habe überlegt, die Hälfte durch Magerquark zu ersetzen. Wie gut, dass ich mich dann doch dagegen entschieden habe, denn er schmeckt genau so einfach richtig genial.

Das Rezept habe ich aus dem Buch ‘Backen mit love – Rezepte aus dem rosa Haus’, das mir meine Schwestern vor zwei Jahren zum Geburtstag geschenkt haben. Allerdings ist es natürlich etwas abgewandelt – die Mengenangabe beim Zucker wird Euch zuerst sicher schocken, aber ich habe sie tatsächlich bereits reduziert… ein weiterer Pluspunkt dieses Cheesecakes ist meiner Meinung nach der Boden. Ein Bisquit passt einfach perfekt zur cremigen Füllung und hat natürlich deutlich weniger Fettgehalt, als ein Mürbteig. So, jetzt aber genug Vorgeplänkel, hier kommt das Rezept:

Zutaten (für 1 Springform 26 cm oder 28 cm Durchmesser):


Für den Teig:

  • 3 Eier
  • 60 g Zucker + 25 g Zucker für das Eiweiß
  • 1 TL abgeriebene Bio-Zitronenschale
  • 35 g Mehl
  • 30 g Speisestärke
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 45 g zerlassene, etwas abgekühlte Butter

Für die Füllung:

  • 900 g Doppelrahm-Frischkäse
  • 280 g Zucker
  • nach Belieben etwas Vanilleextrakt
  • 30 g Speisestärke
  • 2 Eier
  • 200 ml Sahne

Für das Topping:

  • 300-400 g frische oder gefrorene Beeren
  • 1 EL Speisestärke
  • 2 EL Zucker
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 TL abgeriebene Bio-Zitronenschale

Die Springform fetten und mit Backpapier auslegen. Für den Teig die Eier trennen. Eiweiß in einer Edelstahlschüssel mit dem Rührbesen steif schlagen, dabei die 25 g Zucker einrieseln lassen. Zur Seite stellen. In einer zweiten Schüssel die Eigelbe mit den 60 g Zucker hell-cremig aufschlagen (der Rührbesen braucht natürlich nicht abgespült zu werden, wenn Ihr es in dieser Reihenfolge macht!). Zitronenschale untermischen. Mehl, Stärke, Backpulver und Salz mischen, mit der Butter zur Eigelbmasse geben und kurz einrühren. Nun das Eiweiß hinzufügen und mit einem Teigschaber vorsichtig unterheben. Teig in die Springform füllen und im vorgeheizten Backofen bei 180°C Ober-/Unterhitze 13-15 Minuten backen (die Oberfläche muss noch hell sein – er kommt ja nochmal in den Ofen). Herausnehmen und abkühlen lassen (ca. 15 Minuten).

Für die Füllung den Frischkäse mit Zucker, Vanille, Speisestärke und Eiern glatt rühren. Zum Schluss noch die Sahne hinzufügen. Diese Masse ganz vorsichtig und langsam auf den vorgebackenen Boden geben und bei gleicher Backofeneinstellung weitere 60 Minuten backen.

Für das Topping die Beeren mit dem Zucker, der Zitronenschale und -saft in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze erwärmen. Die Stärke mit 1-2 EL Wasser anrühren und zur kochenden Beerenmasse geben, kurz köcheln lassen und dann vom Herd nehmen. Wenn alles abgekühlt ist, das Topping auf dem Kuchen verteilen und über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.

Tipps:

  • Die Frischkäsemasse solltet Ihr deshalb vorsichtig auf den vorgebackenen Kuchen geben, weil der Bisquit weich und fluffig ist. Wenn die Masse in einem Strahl direkt drauf geschossen kommt, bricht die Teigdecke und Ihr habt nachher eine Mischung aus Teig und Masse im Kuchen 😉 – Ihr merkt vielleicht: ich spreche aus Erfahrung… hahaha. Seither nehme ich einen großen Schöpflöffel und damit geht es sehr gut.
  • Bei den Beeren fürs Topping seid Ihr natürlich völlig frei, es passen Himbeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren oder eine Mischung aus allem. Erdbeeren müsst Ihr vielleicht pürieren.
  • Falls Eure Springform nicht ganz dicht ist (was ja meistens der Fall ist), legt einfach ein Backpapier auf das Gitter, so tropft kein Fett aus der Form auf den Boden des Ofens.
  • Der Kuchen lässt sich wirklich toll vorbereiten, da er über Nacht ruhen sollte. Er schmeckt aber auch noch 2-3 Tage danach, wenn er kühl gestellt wird.


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4 comments

    • Miriam says:

      Ahhhh Sandra, danke für die Rückmeldung! Nein sorry, hatte es noch nicht gesehen (bin grad vor lauter Urlaubsvorbereitungen etwas im Hintertreffen…). Das freut mich!!! Liebe Grüße von Miri

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