Gnocchi di patate in cremiger Kräutersoße

Wenn ich mir jetzt in Nachhinein die Bilder der Gnocchi anschaue, läuft mir wieder das Wasser im Mund zusammen und ich weiß: das wird es bald wieder geben. Aufwand hin oder her – selbstgemacht schmecken sie schlicht und ergreifend unglaublich gut. Richtig schön nach Kartoffeln, außerdem haben sie nicht so eine klebrige Konsistenz wie das manchmal bei den gekauften der Fall ist. Ab und zu (oder auch öfters) habe ich das Bedürfnis, mich etwas in der Küche auszutoben *g* und das Ergebnis davon seht Ihr hier… Kombiniert habe ich die Gnocchi mit einer frischen, cremigen Kräutersoße.

Gnocchi_4 b (Medium)

Zutaten (ca. 4-6 Portionen):


Für die Gnocchi:

  • 1 kg mehligkochende Kartoffeln
  • 80 g Hartweizengrieß
  • 50 g Speisestärke
  • 4 Eigelb (M)
  • Salz und Pfeffer
  • frisch geriebene Muskatnuss

Für die Soße:

  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 Schuss heller Balsamico
  • 1 Becher Schmand
  • 200 ml Milch
  • jeweils 1/2 Bund Petersilie und Basilikum
  • eine handvoll Kirschtomaten
  • Salz und Pfeffer
  • ein TL Zitronensaft

Für die Gnocchi die Kartoffeln waschen und in kochendem Wasser ca. 30 Minuten weich kochen oder im Dampfgarer bei 100°C Dampfgarstufe ca. 20-25 Minuten garen. Abgießen, kurz mit kaltem Wasser abschrecken und ausdampfen lassen. Kartoffeln schälen und durch die Kartoffelpresse drücken oder mit dem Stampfer fein zerkleinern. Grieß unter die noch warme Masse rühren, hierzu eignet sich einfach ein Holzrührlöffel. Stärke und Eigelb zugeben und gut vermischen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen, abkühlen lassen.

Gnocchi_2 b (Medium)

Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu Rollen mit ca. 2-3 cm Durchmesser formen. Der Teig ist sehr weich, lässt sich aber mit etwas Mehl gut verarbeiten. Jede Rolle in ca. 3 cm lange Stücke schneiden. Zwischen den Handflächen zu ovalen Kugeln rollen und mit einer bemehlten Gabel das typische Muster eindrücken. Dabei die Gabel immer wieder in Mehl tauchen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und mit Mehl bestreuen. Darauf die Gnocchi geben, so lassen sie sich später gut herunternehmen.

In einem großen Topf 3-4 Liter Salzwasser aufkochen. Herdplatte zurückschalten, das Wasser darf nicht mehr kochen, nur noch sieden (sonst zerfallen die Gnocchi). Portionsweise ca. 4-5 Minuten ziehen lassen, mit einem Schaumlöffel herausnehmen und abtropfen lassen.

Gnocchi_1 b (Medium)

Für die Soße die Zwiebel und die Knoblauchzehe schälen und fein würfeln. In einer Pfanne das Öl erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin 2 Minuten anschwitzen. Mit dem Balsamico ablöschen, Schmand und Milch einrühren, vorsichtig erhitzen. Die Kräuter fein hacken, in die Soße rühren. Tomaten waschen, vierteln und zugeben. Soße mit Salz und Pfeffer abschmecken, Zitronensaft zugeben die Soße warmhalten bis die Gnocchi fertig sind. Dabei darauf achten, dass sie nicht mehr kocht, sonst flockt sie aus wegen dem Zitronensaft. Gnocchi in die Soße geben und servieren.

Gnocchi_3 b (Medium)

Tipp:

  • Wir haben dazu geriebenen Pecorino gegessen. Parmesan geht natürlich auch.
  • Für eine kleinere Menge die Zutaten für den Gnocchi-Teig einfach halbieren.
  • Die Kräuter in der Soße lassen sich natürlich ganz nach Geschmack austauschen.
  • Durch den Balsamico bekommt die Soße die nötige Säure – als Alternative wenn keine Kinder mitessen, macht sich auch ein Schuss Weißwein anstelle des Balsamicos gut *g*.
  • Der Kartoffelteig lässt sich gut vorbereiten, außerdem können die Gnocchi schon geformt werden. Wenn sie erst später gegart werden, das Backblech mit einem Küchentuch abdecken.
  • Ebenso kann die Soße schon früher gekocht werden. Die Kräuter, den Zitronensaft und die Tomaten aber erst kurz vor dem Servieren zugeben und langsam erhitzen.
  • Die Konsistenz der Soße kann mit der Milchmenge variiert werden. Wem sie zu fest ist, der gibt einfach mehr Milch zu.
  • Wem die Herstellung der Gnocchi zu aufwendig ist, greift auf die gekaufte Variante zurück oder kombiniert die Soße einfach zu Nudeln – auch lecker!

image_pdfimage_print

7 comments

    • Miriam says:

      Liebe Britta, hihi sehr gerne ;-). Dann passt mein Rezept ja perfekt, würd mich freuen wenn Du sie mal machst und mir dann berichtest… LG, Miri

  1. Henrike says:

    Hab die Gnocchi heute versucht.
    Geschmacklich Top (fast süß), optisch Flop, mein Teig war sehr weich und klebrig – ne ordentliche Sauerei, lag wohl an mir, hätte bestimmt mehr Mehl/Stärke dran tun sollen.
    Hatte Lachs und ne Mangold-Tomatensoße dazu – nicht so optimal (da die Gnocchi zu süß waren) lag dann auch an mir. Die restlichen werde ich demnächst in Salbei-Butter schwenken, evtl. noch mal nachsalzen.
    Was machst du eigentlich mit den Eiweiß?
    Viele Grüße Henrike

    • Miriam says:

      Hi Henrike, freut mich, dass sie geschmacklich gut waren :-)! Voll cool, dass Du sie ausprobiert hast. Aber warum waren sie süß bei Dir?! Bei mir war das überhaupt nicht der Fall, nur einfach schön kartoffelig. Oder hattest Du ne besondere Kartoffelsorte? Der Teig ist wirklich sehr weich, aber mit genügend Mehl geht es echt gut. Lachs und Mangold klingt aber echt perfekt dazu. Von den restlichen Eiweißen backe ich meistens die Himbeer-Törtchen (Rezept findest Du unter ‘Süßes’) oder ich mache 1 Ei mit 2-3 Eiweßen als Omelette mit Gemüse zum Abendessen :-). Liebe Grüße Miri

  2. Henrike says:

    Keine Ahnung wegen der Süße. Kommt aber schon mal vor, dass meine Kartoffeln eher süß schmecken. Die Sorte weiß ich nicht, es waren mehlige vom Markt. Ich hatte das Kartoffelwasser und das Wasser für die Gnocchi gesalzen, den Teig eher wenig. Vielleicht hätte ich da mehr nehmen sollen.
    Hatte heute ein paar mit ner Pilzrahmsoße, das war es gut.

Schreibe einen Kommentar