Gefüllte Kräuter-Flädle

Heute gehts weiter mit der bewährten schwäbischen Küche und einem Klassiker daraus! Nach der schwäbischen Pizza, der schwäbischen Lasagne und dem typischen Kartoffelsalat der bei uns nahezu jedes Grillfest bereichert, habe ich heute sozusagen eine Art schwäbischer Quesadillas *g*… die Flädle sind gefüllt mit einer leckeren Kombination aus Salami, Zwiebeln und Käse und bitte nicht zu verwechseln mit Pfannkuchen (die sind dicker) oder Crepes (die sind dünner und der Teig ist etwas anders). Also Flädle sind genau das Mittelding dazwischen und schmecken uns pur mit Apfelmus und Zimt-Zucker am besten. Als herzhafte Variante ist unser Favorit das heutige Rezept und ich kann es Euch sehr ans Herz legen, sie mal zu testen. Sie lassen sich toll vorbereiten und im Ofen nochmal aufbacken.

Gefüllte Flädle_1b (Medium)

Zutaten (ca. 4 Portionen):


  • 4 Eier
  • 500 ml Milch (und evtl. etwas mehr)
  • 1/2 TL Salz
  • 350 g Mehl
  • 1 kräftiger Schuss Mineralwasser mit Kohlensäure
  • 1/2 Bund Schnittlauch
  • Öl zum Ausbacken

Für die Füllung:

  • 150 g Salami
  • 150 g geraspelten Käse (Emmentaler oder Gouda)
  • 1 rote Zwiebel oder 2 Schalotten
  • etwas groben Pfeffer aus der Mühle
  • etwas gerebelten Oregano

Für den Flädlesteig die Eier mit der Milch und dem Salz verquirlen. Das Mehl dazu sieben und solange unterrühren, bis keine Klümpchen mehr im Teig sind. Nun den Teig ca. 30 Minuten quellen lassen. Schnittlauch waschen und in feine Röllchen schneiden. Anschließend den Teig mit einem Schneebesen durchrühren. Sollte er zu fest sein, noch etwas Milch zugeben. Das Mineralwasser und den Schnittlauch zugeben und unterrühren. Der Teig sollte vom Löffel fließen, aber nicht zuuuu flüssig sein.

Während der Teig ruht, die Füllung vorbereiten. Dafür die Salami in Stücke schneiden. Zwiebel schälen, halbieren und in feine Streifen schneiden. Mit dem Käse, dem Pfeffer und dem Oregano neben dem Herd bereit stellen (ich fülle meistens alles in kleine Schüsselchen oder lege es auf dem Schneidebrett bereit).

Gefüllte Flädle_3b (Medium)

Nun eine beschichtete Pfanne mit etwas Öl ausstreichen (Pinsel oder Küchenrolle) und auf dem Herd erhitzen. Eine kleine Kelle voll Teig hineingießen und durch hin- und herschwenken der Pfanne gleichmäßig verteilen. Sofort mit einem Pfannenwender unter den Teig fahren und zumindest die Ränder vom Pfannenboden lösen, sonst bekommen sie nicht die typische Marmorierung (s. Bild) sondern werden einfach nur gleichmäßig braun. Hitze etwas reduzieren. Nun auf die eine Flädleshälfte einige Salamistücke, etwas Raspelkäse und ein paar Zwiebelstreifen geben. Eine Prise Oregano und 1-2 Umdrehungen aus der Pfeffermühle darüber streuen. Die andere Teighälfte darüber klappen, kurz weiterbacken und einmal wenden. Auf einen Teller geben. So weitermachen, bis der komplette Teig aufgebraucht ist. Dabei immer nach 3-4 Flädle erneut einige Tropfen Öl in die Pfanne geben.

Tipps:

  • Dazu passt super ein gemischter Salat.
  • Die Kräuterflädle ohne Füllung sind auch eine tolle Beilage zu Spargel.
  • Die Füllung lässt sich natürlich beliebig abwandeln – je nach Geschmack frische Pilze oder Zucchini in dünnen Scheiben darauf geben, statt Salami Schinken verwenden oder vegetarisch nur mit Gemüse und Käse.
  • Eine verbindliche Stückzahl kann ich Euch leider nicht geben, da es darauf ankommt, wie dünn Ihr die Flädle macht. Bei mir ergibt diese Teigmenge ca. 15 Stück.
  • Falls Reste bleiben, einfach abkühlen lassen, in Frischhaltefolie wickeln und im Kühlschrank lagern. Abends oder am nächsten Tag auf ein Blech geben und im Ofen 10 Minuten aufbacken.
  • Der Schnittlauch kann auch durch Petersilie oder eine Kräuter-Mischung ersetzt werden.
  • Das Teigrezept ist mein Standard-Rezept auch für die süße Variante (dann natürlich ohne Schnittlauch). Wer mag, kann dafür noch 1 EL Zucker in den Teig geben – ich lass ihn weg, da wir eh Zimt-Zucker dazu essen.

Gefüllte Flädle_2b (Medium)


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