Apfelberliner

Wenn so kurz vor Fasching in allen Bäckereien leckere Berliner und anderes frittiertes Gebäck angepriesen werden, erinnere ich mich immer gern an meine Kindheit und Jugend zurück – unsere Oma hat für die gesamte Family (und das waren immerhin 11 Enkelkinder plus Eltern…) Fasnetsküchle gemacht. Zwischen uns Kindern gab es dann ein Wettessen, wer am meisten davon schafft. Meine Oma hat immer ‘Ausgezogene’ gebacken, also den ausgewellten Teig mit einem Glas ausgestochen und dann kurz vor dem Frittieren mit den Händen auseinandergezogen. So bekamen sie einen etwas dickeren, fluffigen Rand und innen waren sie dünn und knusprig – einfach perfekt!

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Meine Schwiegeroma, bei der wir inzwischen immer am Faschingsmontag sind, rädelt Rauten aus dem Teig aus und bäckt sie dann im Fett. Meine Kinder helfen natürlich begeistert mit und noch begeisterter werden die Küchle dann hinterher mit Apfelmus und Schlagsahne verputzt! Ich habe Euch heute eine ganz andere, aber genauso leckere Variante mitgebracht – nämlich Apfelberliner… probiert es aus – uns haben sie sofort begeistert! Das Besondere daran ist, dass der Hefeteig noch mit einem Brandteig bestrichen wird, das macht die Berliner sehr saftig und ich kann Euch versichern, dass der Aufwand sich lohnt (so schlimm ist das Frittieren doch gar nicht…)!

Zutaten (für ca. 20 Stück):


Für den Hefeteig:

  • 250 ml Milch
  • 75 g Butter
  • 1 Würfel Hefe
  • 500 g Mehl
  • 75 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei (M)

Für den Brandteig:

  • 125 ml Wasser
  • 25 g Butter
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL Zucker
  • 75 g Mehl
  • 15 g Speisestärke
  • 2-3 Eier (M)

Füllung und sonstiges:

  • 3 Äpfel
  • 750 g Butterschmalz oder anderes Frittierfett
  • Zimt-Zucker zum Wälzen

Für den Hefeteig die Milch leicht erwärmen, Butter darin schmelzen lassen. Mehl in eine Rührschüssel geben, Hefe dazubröckeln. Alle anderen Zutaten und die Hefe-Milch-Mischung zugeben und mit dem Knethaken der Küchenmaschine/Handrührgerät mindestens 5 Minuten zu einem glatten, elastischen Teig verkneten. Zugedeckt gehen lassen, bis er sich sichtbar vergrößert hat (ca. 30-40 Minuten).

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In der Zwischenzeit für den Brandteig Wasser mit Fett, Salz und Zucker in einem kleinen Topf aufkochen. Topf vom Herd nehmen, Mehl und Stärke auf einmal in die heiße Flüssigkeit geben. Alles zu einem glatten Teigkloß verrühren, dann etwa 1 Minute unter Rühren auf der heißen Herdplatte erhitzen (abbrennen, ein weißer Belag bildet sich am Topfboden). Teig in eine Rührschüssel geben und zwei Eier nacheinander jeweils gut unterrühren (Handrührgerät mit Rührbesen). Das dritte Ei verquirlen und so viel davon unter den Teig arbeiten, bis er glänzt und in Spitzen an einem Löffel hängen bleibt.

Für die Füllung die Äpfel waschen, vierteln, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Hefeteig durchkneten, auf bemehlter Arbeitsfläche zu einem Rechteck (ca. 60×30 cm) ausrollen. Den Brandteig darauf verstreichen, Äpfel darauf verteilen. Von der langen Seite her aufrollen und in ca. 20 Scheiben von 3 cm Breite schneiden. Nochmal ca. 15 Minuten gehen lassen.

Frittierfett erhitzen (auf ca. 180°C). Teigschnecken darin portionsweise bei mittlerer Hitze von jeder Seite ca. 3-4 Minuten goldbraun ausbacken. Auf Küchenpapier abtropfen lassen. Noch heiß im Zimt-Zucker wälzen und abkühlen lassen.

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Quelle: Dr. Oetker-Magazin ‘Gugelhupf’ 5/2014


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